Wissen

Wie entsteht gutes Design?

Eines der wichtigsten Grundsätze ist: Weniger ist mehr.

Ein Design besteht aus vielen einzelnen Bausteinen. Am Ende ist die richtige Balance all dieser Bausteine ausschlaggebend für gutes Design. Ich verrate Ihnen, was dabei wichtig ist.

Basis

Raster

Jedes Design braucht ein Grundgerüst. Eine Struktur, das die Texte, Bilder und Formen ordnet und den Blick des Betrachters leitet. Und dieses Raster sollte grundlegend eingehalten werden – um ab und zu durchbrochen zu werden. Denn Muster können nur durchbrochen werden, wenn es welche gibt. Wenn man sie nicht verwendet, kann man sie nicht durchbrechen. Schlimmer noch, es könnte zu komplettem Chaos führen.

Komposition

Jedes Element hat ein Gewicht. Das Gewicht kann von Farbe, Größe oder Textur bestimmt werden. Symmetrisches Design schafft Gleichgewicht durch gleichgewichtige Elemente, die auf beiden Seiten einer Mittellinie ausgerichtet sind. Asymmetrisches Design verwendet entgegengesetzte Gewichte, um eine Komposition zu schaffen, die nicht gleichmäßig ist, aber dennoch ein Gleichgewicht hat.

Symmetrische Entwürfe wirken harmonisch, eventuell manchmal etwas langweilig. Asymmetrische Entwürfe sind mutiger und können echtes visuelles Interesse und Bewegung in die Komposition bringen.

Elemente

Typografie

Die passende Schrift für das Projekt zu finden, ist gar nicht so einfach. Es gibt so viel Auswahl! Aber es sollten nie mehr als drei verschiedene Schriftarten sein. 1-2 Schriftarten sind ideal. Dabei sollten sich die Schriftarten gut voneinander unterscheiden. Schriften werden in 3 Gruppen unterteilt. Wenn man Schriften mischt, sollten die Schriften nie aus derselben Gruppe stammen, da sie sich sonst zu ähnlich schauen. Eine gute Hilfe für die Auswahl ist Fontjoy oder Fontpair.

Informationen sollten immer gut strukturiert und verständlich angeordnet sein. Zu viele verschiedene Schriftarten würden es unmöglich machen, Hierarchien zu erkennen und Inhalte zu unterscheiden. Gewicht und Größe der Schrift spielen außerdem eine wichtige Rolle. Es lässt sich mit zwei starken Schriften (oder sogar einer starken Schrift in verschiedenen Gewichtungen) ein effektiver Kontrast erzielen.

Und eines ist besonders wichtig: Comic Sans ist was für Comics. Wenn es sich nicht gerade um einen Comic handelt, sollte diese Schrift wirklich nicht zum Einsatz kommen.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Deshalb ist es wichtig, die richtige Bildsprache zu finden. Denn alle Bilder sollten dieselbe Sprache sprechen, um sich gemeinsam zu einer harmonischen Bilderwelt zu vereinen. Das wird mit der Wahl des Fotografie-Stils, passenden Farben und einer ähnlichen Stimmung erreicht.

Farbe

Meist sind 4-5 Farben absolut ausreichend. Dadurch erreicht man einen höheren Wiedererkennungswert und die Inhalte können klarer voneinander unterschieden und gruppiert werden.

Dabei ist eine Hierarchie unter den einzelnen Farben wichtig. Der Kontrast schafft Raum und macht die Elemente unterscheidbar. Der Hintergrund muss sich deutlich von der Farbe der Elemente unterscheiden, damit sie harmonisch zusammenwirken und lesbar sind.

Wichtig ist auch, dass die ausgewählten Farben in allen Medien gleich aussehen. Ein Bildschirm erzeugt Farben mit Licht in RGB, ein Drucker mit Druckfarbe in CMYK.

Effekte

Abgesehen von Schlagschatten, der manchmal ganz hilfreich sein kann, wertet der Großteil der Effekte ein Design nicht auf. Meist eher im Gegenteil, denn sie können schnell billig und amateurhaft wirken. Also lieber Finger weg. Nach meiner Erfahrung kann ein Design ohne Effekte viel besser und klarer wirken.

Weißraum

Nicht jede kleinste Ecke muss mit Information gefüllt werden. Wenn weiße Flächen sinnvoll eingesetzt werden, können wichtige Informationen hervorgehoben werden. Und der Betrachter ist nicht überfordert.

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